Tradition mit Visionen

Ein Leben für ein Unternehmen

1949 beginnt Reinhold Würth auf Wunsch seines Vaters eine Kaufmannslehre in dessen Schraubengroßhandlung. Wenn es nach seiner Mutter ginge, so wäre er Lehrer geworden. Er lernt von der Pike auf, schaut bei seinem Vater zu und ab, gewinnt Einblicke in die Praxis. Die gemeinsamen Fahrten zu den Kunden sind seine Verkaufsschulungen. Dann kam das Jahr 1954: Adolf Würth verstirbt unerwartet an plötzlichem Herzversagen. Reinhold Würth wird im Alter von nur 19 Jahren vom Mitarbeiter zum Geschäftsführer.

Ein Leben für den Erfolg

Er liebt das Verkaufen, den Kontakt zu den Menschen. Die Neugier treibt ihn an. Er sagt von sich selbst: „Ich wollte schon immer wissen, was ist hinterm Berg und ums Eck.“ So wagte er auch als einer der ersten Unternehmer den Schritt ins Ausland. Bereits 1962 gründete er die erste Auslandsgesellschaft in den Niederlanden – einer der entscheidenden Schritte für den weiteren Erfolg des Unternehmens. Seine Tochter Bettina Würth, Beiratsvorsitzende der Würth- Gruppe, über den Erfolg des Unternehmens: „Für meinen Vater war es immer und ist noch heute wichtig, eine solide Basis zu schaffen und diese langfristig zu erhalten.“

Heute ist die Würth Gruppe mit über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern der Welt vertreten und beschäftigt über 77. 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Reinhold Würth ist sich sicher: „Schrauben und Befestigungsmaterial, das ist wie Bier und Brötchen, das brauchen Sie immer.“

Ein Leben auf Grundsätzen und Werten

„An Ihrem Arbeitsplatz verbringen Sie die meiste Zeit Ihres Lebens.“ Diese Erkenntnis war für Reinhold Würth von Anfang an Credo, um das Wohl der MitarbeiterInnen in den Mittelpunkt der Unternehmenskultur zu stellen. Dabei baute er auf ein starkes Miteinander. Auf Werte wie Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit, Geradlinigkeit, Ehrlichkeit, auf den respektvollen Umgang miteinander. Und das Wort „danke“ machte er zum wichtigsten Wort im Umgang miteinander. Aber nicht nur nach innen, sondern auch nach außen zu den Kunden war diese partnerschaftliche Begegnung auf Augenhöhe maßgeblich für den Erfolg entscheidend.

Ein Leben für die Kunst und Kultur

Kunst und Kultur gehören untrennbar zum unternehmen Würth. Den Grundstein für die Sammlung Würth legt Reinhold Würth Anfang der 70er Jahre: er kauft das Kunstwerk „Wolkenspiegelung in der Marsch“ von Emil Nolde. Heute ist die Sammlung Würth mit über 18.000 Werken eine der größten privaten Kunstsammlungen Europas. Als Liebhaber klassischer Musik möchte der Unternehmer seine Leidenschaft teilen und seiner Heimatregion, der er sich verbunden fühlt, etwas zurückgeben. Seit 2017 sind die Würth Philharmoniker fester Bestandteil im Kulturangebot, das den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit gilt.